Die Orte von Nisyros

Auf Nisyros gibt es wenige, aber sehr eindrückliche Orte.

MANDRAKI

Mandraki ist mit rund 680 Einwohner der grösste Ort und zugleich der Hauptort der Insel. Mandraki liegt an der Nordküste mit Sicht auf die Nachbarinseln Ghiali (Yiali) und Kos.

In den letzten Jahren wurde einiges renoviert und so findet man alles was das Herz begehrt. Zum Glück hat sich Mandraki aber immer noch nicht dem Massentourismus zugewandt und bietet einiges an Gemütlichkeit und Gastfreundschaft für Individualtouristen. Es gibt mehrere kleine Hotels in Mandraki, die alle noch familiär geführt werden. So z.B. das Porfyris, 3-Brothers, Polivotis, Romantzo und Haritos.

Abends trifft man sich meist zum Sonnenuntergang und zum anschliessenden Abendessen entlang der Nordküste, die sich bis zum Kloster zieht. Die Ausblicke und Romantik sind einmalig, so einmalig wie Nisyros selbst.
Ein weiterer Treffpunkt ist die Platia Ilikioméni (Dorfplatz). Dort trifft man sich meist Abends und bleibt nicht selten bis in die Nacht hinein. Auf der Platia hat es mehrere Tavernen, wo man gut essen kann. Eine ganz besondere Ecke ist das "Cafénion Andrikos", ein sehr beliebter Treffpunkt für Menschen, die noch das besondere, typisch Griechische schätzen. Auch die vielen schmalen Gassen laden immer wieder zu Spaziergängen durch das Dorf ein. In Mandraki findet man zudem etliche kleine Läden, wo man alles erhält was man zum Leben braucht.

Sehenswürdigkeiten
Nebst dem Spiliani-Kloster gibt es noch mehrere kleine Gemeindekirchen, die sehr gut erhalten sind. Im archäologischen Museum sind Tongefässe, anike Plastiken und weitere Ausstellungsstücke aus hellenischer und römischer Epoche ausgestellt. Im Historisch-Volkskundlichem Museum in Mandraki werden vor allem Gebrauchsgegestände der Volkskunst ausgestellt. Umfangreiche Exponate erinnern an die frühere Zeit von Nisyros. Am Iklioméni-Platz (Platia) finden sie zudem die "Städtische Bibliothek", mit zahlreichen und seltenen Titel über die Dodekanes.

PALI

Pali war früher das Fischerdorf der Insel, hat sich jedoch heute zu einem Urlaubsort entwickelt. Der Ort verfügt über einen Hafen für Yachten und Fischerboote von ausreichender Kapazität. Er liegt im Norden der Insel, östlich von Mandraki und nordwestlich von Emborios.
Àgii Apóstoli ist die Hauptkirche des Küstendorfes. Ihr Grundstein wurde 1953 gelegt, die Fertigstellung erfolgte 1956. Die Kirche Ágios Geórgios ist die Zierde der Umgebung von Pali. Auch wenn es sich um eine ursprünglich ältere Kirche handelt, stammt ihre heutige Gestalt aus dem 19. Jahrhundert. Im Umkreis von Pali gibt es zudem weiter kleine Kirchlein und Kloster. Bei der Kirche Panagia Thermiani (Muttergottes von den Thermen) handelt es sich um ein kleines Kirchlein unweit der Thermalbäder. Es liegt versunken zwischen den Fundamenten römischer Thermen und dem daneben liegenden massiven Felsen. Es wurde 1971 erneuert und wird von den Einheimischen lebhaft verehrt.

NIKIA

Ebenfalls auf dem Kraterrand thront das Dorf Nikia. Von hier aus bietet sich ebenfalls ein spektakulärer Blick auf den dampfenden Krater. Es gibt mehrere Restaurants, eines davon am schönen kleinen Dorfplatz (Platia). In Nikia gibt es zudem ein Vulkanmuseum, welches die Geologie der Insel und des Vulkans erklärt und seltene Fundstücke ausgestellt werden.

EMBORIOS

Das Dorf Emborio befindet sich auf dem Kraterrand und schon bei der Hinfahrt sind Dutzende von weissen Häusern von weitem zu erkennen. Mit dem Auto kommt man nur bis zu einem Parkplatz vor dem Dorf, danach folgen schmale Gassen und Treppen. Von verschiedenen Stellen hat man einen exzellenten Blick in die Caldera und über die restliche Insel.
Im Jahr 1933 zerstörte ein Erdbeben das Dorf Emborio und noch heute sind diverse zerfallene Gebäude zu sehen. Die Bewohner bauten das Dorf nur teilweise wieder auf, viele zogen nach Mandraki und eine weitere Gruppe gründete das Dorf Pali. Heute wird in Emborio viel gebaut und renoviert, denn viele der Häuser werden unterdessen als Ferienhäuser verkauft und vermietet.

AVLAKI

Avlaki ist eine unbewohnte Bucht, wo man sich gerne für ein Bad nutzt oder wenn man einfach für sich sein möchte... mit einem Buch oder einfach den Wellen zuhören möchte.

Die Bucht als Thermalbad
Durch den Unterboden und die natürliche Bodenbeschaffenheit wird heisses Wasser an die Oberfläche geleitet. Die Orte, die entweder durch Suche oder zufällig gefunden wurden, sind zahlreich. Die Thermalquelle von Avlaki zählt dazu. Sie ist von alters her als ideales Kurbad bekannt, als der gleichnamige Ort Avlaki noch in Blüte stand. Man kann sie über eine Fahrstrasse erreichen, aber auch über den kleinen Weg nach Kokkinos Mylos, der die Bucht von Avlaki mit dem weiter westlich liegenden Nikia verbindet.
Das Heilwasser steigt am Ufer und im Meer auf, mit einer Höchsttemperatur von 59° C. Es tritt durch einen Brekzie-Kanal aus Vulkanlava (Andesit) an die Oberfläche, und man hat mehrfach versucht, es kommerziell zu nutzen, ohne besonderen Erfolg. Jedenfalls beschränkt sich der Ausstoss auf chlornatriumhaltige Bestandteile.